Das Hosting von inSites

Bei inSites ist es unser Anspruch, fair und nachhaltig zu arbeiten. Möglichst in allen Bereichen. Nach diesen Ansprüchen suchen wir auch die Unternehmen aus, mit denen wir zusammenarbeiten oder dessen Dienste wir in Anspruch nehmen.

Bei der Suche nach einem Hosting-Anbieter gestaltete sich die Suche etwas schwieriger als erwartet und ist noch immer nicht ganz abgeschlossen. Im Folgenden möchten wir kurz von unserer bisherigen Suche und den auftretenden Hürden erzählen:

Da wir für inSites spezielle Anforderungen an das Hosting haben, was die Erreichbarkeit und generelle Zuverlässigkeit angeht, kann und darf es nicht irgendein Hosting-Anbieter sein, den wir uns aussuchen. Zudem sollte dieser Anbieter möglichst ebenfalls die gleichen Standards anwenden, wie wir es tun.

Auch unser Hosting-Anbieter soll fair und nachhaltig sein.

Unser Code ist modern, daher reichen einfache Apache-/PHP-/MySQL-Konfigurationen, die es wie Sand am Meer gibt, nicht für inSites aus. Wir verwenden Next.js im Frontend, Node.js und Express.js im Backend, und PostgreSQL als Datenbank. Zudem ist die Skalierbarkeit ein weiterer relevanter Punkt: inSites muss viele Anfragen gleichzeitig aushalten und verarbeiten können, darf dabei jedoch nicht an Belastungsgrenzen stoßen, die für einen Ausfall der Website oder, noch ungünstiger, des Trackings sorgen könnten.

Des weiteren ist uns wichtig, dass unser ausgewählter Hosting-Anbieter ähnlich wie wir denkt: vollständig emissionsfreie Rechenzentren sind zwar bisher noch nicht möglich, aber zumindest Ökostrom sollte es sein. Weitere verursachte CO2-Ausstöße sollten dann kompensiert werden. Und nicht zuletzt sollten die Daten, die wir speichern, obwohl sie komplett anonym sind, nicht in Hände fallen, die sie missbrauchen wollen. Was aktuelle Regelungen der E-Privacy angeht, sind z. B. Serverstandorte innerhalb der EU, oder besser, in Deutschland, daher am besten geeignet. Eine kürzere Verbindung zwischen Nutzern und Rechenzentren sorgt zudem für eine Reduzierung der sogenannten Megabyte-Miles, und daher für weniger Schadstoff-Emissionen.

Schnell stellten wir fest, dass die Auswahl der Anbieter nach Anwendung all dieser Wünsche ziemlich klein wird und uns wurde klar: wir werden Abstriche machen und Kompromisse finden müssen. Bisher kann man nicht alles erfüllen, was wir uns vorstellen. Daher suchten wir nach der aktuell bestmöglichen Lösung, behalten aber die Landschaft der Angebote weiterhin gut im Auge.

Eine perfekte Hosting-Lösung ist nicht realistisch – es bleibt eine Suche nach dem momentanen Optimum.

Neben den Platzhirschen Amazon AWS und Googles Cloud Run, haben wir selbst gemanagte Lösungen beim Hosting-Anbieter unseres Vertrauens, Hetzner, ebenfalls in Erwägung gezogen. Als kleines Startup beschäftigen wir allerdings keine DevOps-Abteilung, daher muss es mit möglichst wenig Maintenance-Aufwand verbunden sein, inSites anzubieten, so dass wir uns auf das Produkt selbst und dessen Qualität konzentrieren können. Weitere Kandidaten waren ScaleWay aus Frankreich, die zwar vielversprechend sind, aber bei denen es leider noch zu viele Probleme und einen zu großen Lag gab, sowie Porter mit Kubernetes, was auch eine sehr interessante Lösung gewesen wäre, die jedoch mit zu viel eigenem Management verbunden ist, und unter anderem keine integrierte Backup-Lösung anbietet.

Am Ende unserer bisherigen Suche sind wir bei Digital Oceans App Platform, die es seit Ende 2020 gibt, gelandet. Hier sind alle Features, die uns wichtig sind, gegeben. Die Skalierbarkeit, automatische Backups, wenig Management-Aufwand, schnelles Deployment direkt aus Git, keine Datensammelwut wie bei Amazon oder Google als Betreiber, ein Serverstandort in Deutschland (Frankfurt), sowie die Verwendung von 100% erneuerbaren Energien. Aktuell sehen wir bei dieser Lösung nur zwei Nachteile: die Skalierbarkeit ist nicht automatisch, sondern muss von uns manuell vertikal und horizontal aktiviert werden. Mit entsprechenden Monitoring-Tools, die wir dafür nutzen, ist dies aber ein verschmerzbar kleiner Aufwand. Der zweite Nachteil ist, dass Digital Ocean das etwas umstrittene, aber weltweit sehr weit verbreitete CloudFlare nutzt. Mit etwas Glück wird sich das zukünftig ändern, bzw. wird Digital Ocean vielleicht Möglichkeiten bieten, Alternativen zu nutzen.

Wir behalten jedenfalls den Hosting-Markt weiterhin im Auge und werden wachsam nach der immer jeweils bestmöglichen Lösung Ausschau halten und diese verwenden. Wie man sieht, wir sind noch nicht 100% zufrieden und arbeiten daher weiter daran, eine Lösung zu finden, die vollständig unseren Wünschen entspricht.